Band 5 – Musik als Spiegel

I N H A L T

1   Musik als Spiegel – These und Variationen (21 Seiten)
2   Wie die Kaninchen auf den Pferdemarkt kamen – Ein Spiel für Puppen und Menschen (18 Seiten)
A   Kompositionsverzeichnis
B   Biografisches
C   Schriftenverzeichnis
 


1

Musik als Spiegel – These und Variationen

Textauszug

Musik ist die Königin und zugleich die rätselhafteste aller Künste. Wie Töne, Akkorde und Rhythmen als physikalische Vorgänge Gefühle und Empfindungen erzeugen, ist bis heute ein Geheimnis geblieben.
Die Komplexität, die Wirkungsweise und die existentielle Bedeutung der Musik für den Menschen überragt alle anderen künstlerischen Disziplinen.
Mit ihren wertvollen, zeitlosen Eigenschaften leistet Musik seit Jahrtausenden einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Entwicklung der Menschheit und gehört zur Essenz intelligenten Lebens.

Im vorliegenden Text beschreibe ich meine langjährigen Erfahrungen im Umgang mit Musik und lege den Bedeutungsreichtum dar, den sie im großen wie im kleinen für jeden haben kann.
In These und Variationen beleuchte ich die Abbildfunktion der Musik, in der sich lebensmäßige Vorgänge im konkreten Verhalten am Instrument widerspiegeln…

 


2

Wie die Kaninchen auf den Pferdemarkt kamen – Ein Spiel für Puppen und Menschen

Textauszug

Lau: Lilo, ich sehe immer noch keine Kaninchen! Nur eine weiße Katze, schau mal, da!
C: (verschlafen) Kater, bitteschön. Und übrigens: Ich heiße Caricopat.
Lau: Guten Tag! Ich heiße Prinzessin…äh, ich meine, ich heiße Laura. Und wieso kannst du sprechen?
C: Weil ich beim Zauberer Tumplebrutus von so ’nem geheimnisvollen Trank genascht habe.
Li: Was? Du hast von Tumplebrutus‘ Zaubertrank getrunken?
Lau: Langsam, langsam…wer ist denn bloß dieser…Humpelfuß?
C: (spricht Silbe für Silbe) Tump-le-bru-tus, der Zauberer aus den Osenbergen. Er hat eigentlich fünfzehn Namen, aber weil das viel zu lang wäre, heißt er eben nur Tumplebrutus. Und dieser Dummkopf hat – stellt euch das mal vor – alle Kaninchen in einen tiefen Schlaf versetzt und dann eingesammelt!
Li: Das verstehe ich nun überhaupt nicht! Er ist doch gar nicht so böse, wie er immer tut. Da muss irgendetwas anderes dahinterstecken…
C: Du scheinst den Zauberer ja recht gut zu kennen – sag mal, warum trägst du eigentlich so einen Besen mit dir herum?
Li: Weil ich die kleine Hexe Lilo bin, was denn sonst!
C: O toll, dann kannst du ja alle Kaninchen wieder freihexen!
Li: Kann ich eben nicht! Gegen richtige Zauberer können nur Oberhexen etwas ausrichten, wir jungen Hexen dürfen das noch nicht, sonst gibt’s nämlich Ärger. Tja, und unsere Oberhexe ist gerade auf einer wichtigen Hexenkonferenz in Australien.
C: Kannst du sie nicht mal eben herhexen? Ich meine, es muss ja nicht lange dauern…
Li: O nein! Oberhexen lassen sich nicht so einfach hin- und herhexen, verstehst du?
C: Na, denn eben nicht! Entschuldigt mich bitte, ich muss mal….
(Caricopat ab hinter die Bühne)
Lau: Puuh! Das ist aber kompliziert! Also ich finde, wir machen uns jetzt alle auf die Suche, nach den Kaninchen. Der Zauberer kann doch nicht einfach machen, was er will! Und die armen Kaninchen!
Li: Wir könnten Tumplebrutus aus seiner Höhle locken und ihn überreden, die Kaninchen wieder freizulassen…

 

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